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EGS-Berichte


11.08.2008:
Großbrand fordert OV Wiesloch-Walldorf

Walldorf. Der Großbrand in einer Lackfabrik in Walldorf/Baden forderte auch den Einsatz des THW Ortsverbandes Wiesloch-Walldorf. Nachdem um 11 Uhr die Fachberater des THW Wiesloch-Walldorf zur Beratung der Einsatzleitung Feuerwehr und zur Unterstützung der örtlichen Unterkreisführungsgruppe gerufen wurden, stellte sich schnell heraus daß einige Einsatzaufträge vom THW durchgeführt werden sollten.

Schon während der Alarmierung des gesamten Ortsverbandes musste ein Fachberater einen Gabelstapler für die Räumung einiger 1000-Literbehälter besetzen, da diese im unmittelbar gefährdetem Bereich standen. Nachdem die anwesenden Feuerwehren einen Schaumangriff durchgeführt hatten und das Feuer dadurch fast gelöscht war bekamen die THW-Helfer ihre Einsatzaufträge: Sichern der Gebäudedecke einer angrenzenden Lagerhalle der Lackfabrik, Sichern einer teilweise eingestürzten Wand für Nachlöscharbeiten in den Trümmern der durch den Brand zerstörten Produktionshalle.

Nachdem der Zugtrupp schon durch die Fachberater in der Nähe der Einsatzleitung in Stellung gebracht wurde konnten die THW-Kräfte ihre Arbeit aufnehmen. Mit zwei Gruppen wurde vorgegangen. Die erste musste das Dach des Lagers in Absprache mit einem externen Statiker abstützen. Als besonders schwierig stellte sich die Arbeit am mittleren Deckenträger heraus, da dieser sich durch die enorme Hitze während des Brandes stark durchgebogen hatte und bereits auf einem Hochregal auflag. Deshalb musste das Lager teilweise mit Gabelstaplern der Lackfirma durch THW-Kräfte beräumt werden.

Das nächste Problem war die Höhe der abzufangenden Stahlträger. Hier musste zuerst der Zugtrupp aktiv werden um bei einer nahegelegen Baumaschinenmietstation längere Schwerlastbausprießen zur organisieren. Diese wurden ebenfalls von THW-Kräften mittels geliehenem Gabelstapler dort abgeholt. Während des Aufstellesder Bausprießen nutzten die Helfer ebenfalls einen Gabelstapler mit Arbeitskorb um die Sprieße genau unter den vom Statiker angegeben Stellen zu platzieren. Ein THW-Helfer, der ebenfalls Statiker ist, überwachte für die Sicherheit der eingesetzten Helfer die Arbeiten. Zum Abschluß dieser Maßnahme mussten mit der Motorsäge Löcher in die tiefsten Punkte der Decke gesägt werden, damit das Löschwasser was sich dort ansammelte und die Dachkonstruktion beschwerte, ablaufen konnte.

An der zweiten Einsatzstelle errichtete die zweite Gruppe mit dem auf der Wechselbrücke Rüst mitgeführtem EGS - Bausatz 1-4 und dem Rüstholz eine Strebstützenabstützung. Besonders schwierig erwies sich hier das Herstellen eines Gegenlagers, damit die Abstützung nicht nach hinten rutschen könnte. Deshalb wurden die Sterbstützen in etwas abgewandelter Form aufgebaut um die Kraft in das aus Holz erstellte Gegenlager abzuleiten. Während der Arbeiten mit dem EGS bat die Feuerwehr noch darum auf die Abstützung ein Podest aufzusetzen, damit der Nachlöschtrupp besser von oben in die Trümmer der Produktionshalle löschen konnte. Auch dem wurde entsprochen und die Abstützkonstruktion mit weiteren EGS – Bauteilen erweitert.

Als großes Problem stellt sich die Schadstoffbelastung an den Einsatzstellen heraus. Ein Messtrupp der Feuerwehr war ständig mit Messungen beschäftigt, so daß zeitweise auch wegen der Schadstoffe Einsatzstellen evakuiert wurden.
Nachdem durch Überdrucklüfter an der Einsatzstelle 1 wieder normale Werte gemessen wurden ging hier die Arbeiten mit etlicher Zeitverzögerung weiter. An der zweiten Einsatzstelle gab es hingegen keine Besserung, so daß versucht wurde mit Atemschutztrupps der befreundeten Feuerwehr Walldorf über Funk den Aufbau der EGS - Konstruktion durchzuführen, was sich allerdings als sehr schwierig erwies. Nachdem Messungen der Feuerwehr ergaben daß der Arbeitsbereich mit Atemschutzmasken mit Filter betreten werden durfte wurden die geprüften THW-Kräfte mit Masken und Filtern der Feuerwehr versorgt und konnten ihre Arbeiten beenden.

Nach Beendigung der Arbeiten wurde eine Abnahme mit Einsatzleitung und Statiker durchgeführt. Danach entließ der Einsatzleiter das THW Wiesloch-Walldorf, aber nicht ohne sich vorher bei den THW-Helfern für die gute Arbeit zu bedanken. Gleiches gilt für den Statiker, der sogar sagte daß hier besser gearbeitet wurde als auf so mancher Baustelle.

Nach Eintreffen in der THW-Unterkunft wurde noch die Einsatzbereitschaft hergestellt, so dass die Helfer dann um 22 Uhr den Heimweg antreten konnten.(JK)

Im Einsatz waren:
Von ca.:11.00 Uhr – 22.00 Uhr
THW Ortsverband Wiesloch-Walldorf
MTW-Zugtrupp
GKW I mit Wechselbrücke Rüst
MLW V
MTW-Jugend

Außerdem:
Die Feuerwehren aus Walldorf, Wiesloch, Frauenweiler, Nussloch, Leimen, Schwetzingen, Sandhausen, Reilingen, St. Leon-Rot, Ladenburg, Werkfeuerwehr HDM, Feuerwehr-Unterkreisführungsgruppe Walldorf, BF Heidelberg, US- Army Feuerwehr Heidelberg, Feuerwehr Kreisführung












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