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EGS-Berichte


11.06.2005:
EGS-Anleger für eine Bootsregatta

Für eine Veranstaltung an einem Stausee wurde ein Anleger benötigt, da mit mehreren Booten an einer relativ flachen Stelle anlegt werden sollte. Es wurde also eine Lösung aus EGS Bauteilen ausgedacht.

Grundstock dafür waren 3m Felder mit Bodenbelägen. Um den Anlegerschwimmfähig zu machen wurden alte Ölfässer benutzt, die natürlich vorher komplett ausgespült waren. Beim Zusammenbau stellte sich heraus das diese zu kurz waren um sie an den Riegeln direkt zu befestigen. Hier wurden dann Steckleiterteile genommen um die Fässer an der Leiter zu befestigen und die Leiter dann an den Riegeln 3m.

Der ganze EGS Anleger bildete eine T-Form. Der Aufstieg ist aus zwei 3m
Feldern gebaut und wird von einem 1m Feld abgeschlossen, an denen zu beiden Seiten ein 3m Feld anschließt. Unter den Kopf des Ts wurden dann 3 Steckleiterteile mit zwei Stemmeisen an beiden Enden des EGS Rahmen befestigt. Die Fässer waren mit Spanngurten an den 3 zusammengesteckten Leiterteilen befestigt und die Stemmeisen mit Seilen über einen Wickelbund, ähnlich der Kopfpunktbefestigung eines Leiterteiles, an der Leiter befestigt. Die
Stemmeisen wiederum waren mit Spanngurten am EGS befestigt. Das Fass unter
dem Aufstiegselement wurde mit einem verkehrt herum eingebauten 1m Bodenbelag, schmale Ausführung und Spanngurten in dem 3m Feld befestigt.

Als Festlager für den Aufstieg zum schwimmenden Teil wurde ein 1m Riegel mit
3 Erdnägeln, die wechselseitig eingeschlagen wurden, gewählt. Des Weiteren
wurden die äußersten Punkte des Ts mit Seilen an Erdnägeln am Ufer abgespannt. Zum Einsatz kamen insgesamt 5 Tonnen.

Fazit: Der Steg erfüllte seinen Zweck, aber für bessere Verwendbarkeit
werden 4 Fässer mehr benötigt: eines mehr am Aufstieg und eines unter dem 1, Stück und je eines zwischen den 2 Fässern an den 3m Feldern. Dann müsste der
Anleger auch ausreichend tragend sein für eine standardmäßige Bootsbesatzung
von 6 Personen. Die genaue Position der Fässer kann man etwa Abschätzen und
durch probieren dann auch den verschiedenen Wellenhöhen und Strömungsstärken
anpassen. Ein zu Leichter Anleger mit zu viel Auftrieb würde sonst zum
Spielball des Wassers werden und seinen Zweck nicht mehr erfüllen. In der
von uns erstellten Version zeigte sich der Anleger hervorragend unempfindlich gegenüber Strömung und Wellenbewegungen.

Ein kleines Problem könnte noch auftreten bei zu viel Auftrieb: Trotz der
Abhebesicherung wurden die Bodenbeläge leicht von dem Rahmen abgehoben. Um
dieses zu vermeiden kann man weiter Spanngurte oder Arbeitsleinen verwenden.

An den Anfangsstücken müssen weiche Körper wie die z.B. die alten
Rettungswesten der Autoboote Mod. Fassmer verwendet werden, Plastikbehälter
o.ä. um die Außenhaut der Wasserfahrzeuge nicht zu beschädigen.

Text und Bilder: OV Freudenstadt















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